Längst gehören Auslandsaufenthalte für viele Studentinnen und Studenten zum erfolgreichen Studium einfach dazu. Die
Erweiterung des eigenen Horizonts, Einblick in andere Sprach - und Kulturräume und selbstverständlich auch die
Verbesserung eigener Fremdsprachenkenntnisse sind nur einige Argumente, die für ein Auslandsstudium sprechen. Ganz
nebenbei werden hier zudem noch Fähigkeiten wie Flexibilität und Selbständigkeit gefördert - sogenannte
"Soft Skills", die heute von zahlreichen Unternehmen ganz selbstverständlich vorausgesetzt werden. Neben Praktikum,
Sprachreise oder auch Konzepten wie Work&Travel bietet das Auslandsstudium eine einzigartige Kombination aus
akademischer Lehre einerseits und der Erfahrung, die ein Aufenthalt in einem anderen Land mit sich bringt,
andererseits.
Dabei ist Auslandsstudium nicht gleich Auslandsstudium: Heute gibt es zahlreiche Möglichkeiten, die eigene
Ausbildung ganz oder teilweise an einem anderen Ort dieser Welt zu absolvieren. Für jede davon obligatorisch ist
eine sorgfältige Vorbereitung mindestens ein halbes bis ein Jahr vor dem geplanten Auslandsstudium. Dieser
Zeitraum ist nötig, um von der Wohnungssuche bis zur Immatrikulation für alle Eventualitäten gerüstet zu sein.
In einigen Ländern ist das Wohnen auf dem Campus oder in zur Verfügung gestellten Studentenwohnheimen ganz
selbstverständlich (beispielsweise in den USA); in anderen Ländern muss die Zimmersuche auf eigene Faust
gestaltet werden. Grundsätzlich unterschieden wird dabei zwischen einem Auslandssemester (bzw. - Jahr oder -
Trimester) und dem Vollstudium im Ausland. Beim Ersteren wird lediglich ein bestimmter Zeitraum an einer
ausländischen Hochschule absolviert; idealer Weise können dabei auch absolvierte Leistungen anerkannt werden.
Besonders gute Rahmenbedingungen hierfür bietet beispielsweise das sogenannte Erasmus-Programm. Hierbei findet
das Austauschsemester an europäischen Partneruniversitäten statt, welche mit der eigenen Hochschule kooperieren.
Die Anerkennung erlangter Punkte bzw. Scheine ist hier besonders einfach. Für ein Auslandsstudium beispielsweise
in den USA oder Kanada gelten gänzlich andere Regeln, hier kann der bürokratische Aufwand deutlich höher sein.
Je nach eigenem Studienort gibt es jedoch auch hier Hochschulen, die mit Partneruniversitäten auch außerhalb
Europas kooperieren. Bester Ansprechpartner ist hier das Studierendensekretariat; zum Teil bieten die Hochschulen
auch eigene Mitarbeiter für die Koordination des Auslandsstudiums. Und auch für ein gesamtes Studium im Ausland
gibt es gute Gründe: Zum Einen ist die Betreuungssituation an vielen ausländischen Hochschulen deutlich besser,
zum Anderen gibt es hier viele zum Teil zulassungsfreie Studiengänge, welche in Deutschland starken Beschränkungen
unterliegen. Und auch das grundständige Erlernen einer Fremdsprache auf akademischem Niveau kann ein Vorteil
im späteren Berufsleben sein. Eine dritte Variante ist das integrierte Auslandsstudium, welches zum Beispiel
von Fachhochschulen mit internationaler Ausrichtung angeboten wird. Hier ist der Aufenthalt an einer ausländischen
Hochschule fester Bestandteil des Studiums.
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